Das erste Lebensjahr ist das wichtigste Jahr für die Entwicklung eines gesunden Körpers, insbesondere eines gesunden Skelettes. Der junge Hund braucht eine andere Menge und Zusammensetzung an Mineralstoffen, Proteinen (Eiweißen) und Energie als der erwachsene Hund. Der Körper kann nur so gut wachsen, wie die Qualität des Futters ist.

Daher sollten Welpen mit einem Welpenfutter, junge Hunde mit einem auf die Altersgruppe abgestimmten Hundefutter gefüttert werden. Einige Futterhersteller bieten auch Welpenfutter für bestimmte Rassen an, damit die Entwicklung optimal unterstützt wird.

In kommerziell erhältlichen Futtermitteln ist die Menge an Mineralien auf den täglichen Bedarf abgestimmt. Hunde im Wachstum benötigen Kalzium und Phosphor im Verhältnis 2:1. Die Menge und das Verhältnis müssen genau stimmen. Unter- und Überversorgung sind schädlich.

Zusätzliche Mineralfutterzusätze, wie z.B. Calcium, sind nicht erforderlich, sondern schädlich! Dadurch kann es zu krankhaften Veränderungen im Skelett und Gelenksbereich kommen.

Auch der Energiegehalt der Nahrung muss auf das Wachstum abgestimmt sein. Das Futter sollte daher anfangs vier mal täglich angeboten werden. Mit zunehmendem Alter kann die Fütterung auf zwei mal pro Tag reduziert werden. Futter darf nicht zur freien Verfügung stehen.

Zur Gewichtskontrolle wiegen Sie ihren Hund regelmäßig, d. h. anfangs wöchentlich, später ein mal im Monat und ab der Geschlechtsreife mindestens alle 6 Monate. So kann auf Fehlentwicklungen des Gewichts schnell reagiert werden.

Geben Sie außerdem nicht so viele Leckerchen. Diese sind in ihrer Zusammensetzung nicht ausgewogen. Als Ersatz können Sie etwas Trockenfutter als Leckerchen in die Tasche stecken. Daher: Das beste kommerziell erhältliche Welpenfutter ist gerade gut genug!

Wir beraten Sie gerne!

Ihre Tierärztliche Praxis Dr. Ute Lederer