In über 30 % der Katzenhaushalte gibt es immer wieder einmal Probleme mit Unsauberkeit. Die Katze verspritzt dabei kleine Mengen Urin, die durch die Geruchsbelästigung dauerhaft stören. Die Katze möchte dabei nur ihr Revier gegenüber Artgenossen abgrenzen. Das erreicht sie über Duftstoffe im Urin, die Pheromone. Pheromone sind weit verbreitete Duftstoffe, die der Kommunikation zwischen Lebewesen dienen. Sie sind Ausdruck der Gefühlslage des Individuums.

Die Katze ist ein territoriales Tier und lebt in einem genau gekennzeichneten Gebiet. Ihr Territorium wird in verschiedene Bereiche untergliedert: Schlafplatz, Jagdzone, Spielplatz, Isolationszone, Sexualzone. Diese Zonen werden mit Duftstoffen markiert.

Den Pheromonen im Urin kommen dabei eine besondere Bedeutung bei negativ empfundenen Situationen zu. Bei Stress, Angst, fremder Umgebung, aber auch bei sexueller Erregung werden Urinpheromone abgegeben. Die Markierung erfolgt immer nach dem gleichen Schema: Die Katze wählt die Stelle, oft eine senkrechte Fläche, durch Beriechen aus, knetet den Boden mit den Pfoten, richtet ihren Schwanz auf und versprüht Urin horizontal.

Das Setzen von Urinmarkierungen ist nicht krankhaft, es gehört zum normalen Katzenverhalten und ist Ausdruck von Angst, Unsicherheit oder sexueller Erregung.

Fühlt sich eine Katze besonders wohl, so markiert sie mit ihrem Kopf die Stellen mit Gesichtspheromonen.