Sie tragen sich mit dem Gedanken, Ihren Liebling kastrieren zu lassen.

Gründe dafür:

  • bei übersteigerter Aggression gegenüber Artgenossen, v.a. anderen Rüden
  • bei sexuell bedingter Aggression, z. B. gegenüber anderen Rüden
  • bei übersteigertem Sexualtrieb (Hypersexualität)
  • bei Kryptorchismus (unvollständiger Abstieg eines oder beider Hoden),
    bei nicht abgestiegenen Hoden entstehen häufiger Hodentumore.
  • bei Prostataerkrankungen
  • bei Hoden- oder Nebenhodentumore

Verlauf der Operation

Bei einem in unserer Praxis häufig durchgeführten Eingriff mit sehr geringem Komplikationsrisko werden beide Hoden entfernt.

Am Vortag der OP soll Ihr Liebling ab 19.00 Uhr nüchtern bleiben; Wasser trinken darf er. Ihren Hund bringen Sie am Tag der Operation um 8.00 Uhr in die Praxis, dort wird die Narkose eingeleitet und die Kastration durchgeführt. In der Aufwachphase bleibt er noch zur Überwachung bei uns. So können wir auch nach der Narkose den Kreislauf, das Herz und die Atmung kontrollieren und das schnelle Wohlbefinden Ihres Tiers unterstützen. Wenn Ihr Hund richtig wach ist, meistens am Nachmittag desselben Tages, darf er wieder nach Hause gehen.

Die Fäden werden 10 Tagen nach der Operation gezogen. Bis dahin müssen wir gewährleisten, dass Ihr Hund sich nicht selber die Fäden zieht und somit Blutungen und Komplikationen verursacht.

Diese Veränderungen sind nach der Kastration in der Regel zu beobachten:

  • Dämpfung des Sexualtriebes
  • Verringerung des Aggressionspotentiales und Territorialverhaltens
  • In Einzelfällen etwas erhöhter Appetit; Sie sollten deshalb regelmäßig
    das Gewicht Ihres Hundes kontrollieren lassen.

Wir beraten Sie gerne!

Ihre Tierärztliche Praxis Dr. Ute Lederer